Brot? Ja, aber bitte mit Sauerteig!

160124_szihn_presseevent_big_190

Wurde nach meinem Empfinden Brot in letzter Zeit eher verpönt (die bösen Gluten, Weizen ist doch überhaupt nicht verträglich und Körner sind viel gesünder), feiert es nun endlich sein Comeback, jedoch mit einem Kriterium: Es muss ein Sauerteigbrot sein!

Viele Bäckereien werben sogar explizit mit dem Hinweis, dass ihre Brote mit Sauerteig hergestellt werden und man sich dafür besonders viel Zeit nimmt. Für die Bäckerei Szihn gilt es als selbstverständlich, genügend Aufmerksamkeit, viel Handarbeit und Zeit in die Brotproduktion zu investieren. Im eigens dafür entwickelten Reiferaum rasten die Teige bis zu 44 Stunden und das schmeckt man.

Was also bereits unsere Urgroßeltern zu schätzen wussten, bekommt heutzutage wieder mehr Beachtung. Dass Sauerteig also wieder „in" ist, finde ich persönlich super, aber wieso tut es unserem Bauch so viel besser?


Wie entsteht Sauerteig?

Sauerteig entsteht aus Wasser und Mehl und erfolgt durch eine Gärung durch spezielle Milchsäurebakterien. Es werden demnach Milch- und Essigsäuren, Hefen, Alkohol und CO² gebildet. Dieser Vorgang dauert in der Praxis meist 15 – 18 Stunden. Damit sich im Teig die richtigen Bakterien entwickeln, „impft" man den neuen Sauerteig mit einem Teil des alten Sauerteiges. Dieser Prozess beansprucht viel Zeit.

Sauerteig ist bekömmlich 

Ein guter Grund für ein Sauerteigbrot ist die im Getreidekorn enthaltene Phytinsäure. Diese bindet wertvolle Mineralstoffe, welche vom menschlichen Körper dann nicht aufgenommen werden können. Phytinsäure ist unbekömmlich und bei der Sauerteigherstellung wird sie auf natürliche Weise abgebaut. Gerade wenn wir also von Vollkornbrot sprechen, welches auf Grund des ganzen vollen Korns viel Phytinsäure besitzt, ist es umso wichtiger, dass es mit Sauerteig hergestellt ist.

Sauerteigbrote sind länger frisch 

Brote mit Sauerteig schimmeln nicht so schnell wie nicht gesäuerte oder chemisch gesäuerte Brote. Die Milchsäurebakterien wandeln bei der Sauerteigherstellung die im Mehl enthaltene Linolsäure in bestimmte, einfach gesättigte Fettsäuren um, welche die Schimmelbildung unterdrücken.

Einzigartiger Geschmack 

Und mein letztes sehr gutes Argument für Sauerteig ist der Geschmack. Durch die Vielzahl an Aromen und den leicht säuerlichen Geschmack bekommt das Brot einen rustikalen, charakteristischen Geschmack. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Sauerteigbrot besser schmeckt, viel bekömmlicher ist und sich auch deutlich länger frisch hält. 

Das Roggen-Natursauerteigbrot mit Sauermilch, der „23er Liesinger" der Bäckerei Szihn, schmeckt übrigens ganz köstlich mit einem Thunfisch-Aufstrich oder einem Kürbis-Hummus. Hier verrate ich Ihnen das Rezept dazu:

Mehr erfahren 














Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf der szihn.at-Webseite einverstanden sind.
Ok