Astrid Laimighofer

Ernährungswissenschafterin, Coach & Trainerin


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Macht Knäckebrot schlank und frisches Brot Bauchweh?

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​​​Dass frisches Brot Bauchweh macht, hören noch heute viele Kinder. Doch was hat es damit wirklich auf sich? Und ist Knäckebrot wirklich so gesund? Lesen Sie hier, welche der 5 Aussagen wahr sind, und welche dem Reich der Mythen entspringen.​​​


Knäckebrot macht schlank

Knäckebrot enthält weit weniger Wasser als normales Brot. Daher liefern 100 g Knäckebrot eigentlich sogar mehr Kilokalorien als 100 g herkömmliches Schwarzbrot. So gesehen wäre Knäckebrot ja eher ein Dickmacher. Der Schlankheitseffekt beruht aber auf der Tatsache, dass eine Scheibe Knäckebrot um einiges leichter ist als eine Scheibe eines normalen Brotes. Somit sind in einer Scheibe des trockenen Brotes weit weniger Kilokalorien enthalten als in einer Scheibe Schwarzbrot. Sie müssten schon 10 Scheiben Knäckebrot essen, um auf die gleiche Kilokalorienmenge zu kommen wie nach einer Scheibe Brot. Und wer mag das schon?

Frisches Brot verursacht Bauchweh

Diese Aussage hat im Reich der Mythen ihren Platz. Frisches Brot schmeckt einfach genial gut. Daher kann es schon passieren, dass der eine oder andere nicht aufhören kann und in der Folge zu viel und zu schnell davon isst. Die Warnung vor frischem Brot war wohl zu Zeiten unserer Urgroßmütter und Großmütter dazu gedacht, Brot als wertvolles Lebensmittel zu rationieren, da dieses nicht im Übermaß vorhanden war. Zusätzlich war bekannt, dass etwas älteres, schon härteres Brot, besser gekaut werden musste als frisches Brot. Dadurch wurden die Kinder auch schneller satt. 

Je dunkler umso besser

Das ist eindeutig falsch! Dunkler heißt nicht automatisch gesünder. Hinter dunklem Brot kann sich auch helles verbergen, das eingefärbt wurde. Als Färbemittel dienen beispielsweise Karamellsirup oder Malzextrakt. Wie gesund ein Brot ist, hängt in erster Linie vom Vollkornanteil ab. Auch viele Körner in einem Brot, machen noch kein Vollkornbrot aus. „Echtes" Vollkornbrot muss zu mindestens 90 Prozent aus Vollkorn bestehen. Das kann dann aber auch fein vermahlen sein. Übrigens: Bei der Bäckerei Szihn entsteht die dunklere Farbe auf natürliche Art und Weise, nämlich durch das Rösten des Mehls, den sogenannten "Mälz-Vorgang".

Brot macht dick

Ein weit verbreiteter Irrtum! Denn vor allem Vollkornbrot enthält viele Ballaststoffe und sättigt daher langfristig. Außerdem braucht es einige Zeit, um die langen Kohlenhydrate aufzuspalten. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit konstant aufrecht, wodurch die Lust auf Süßes eingedämmt wird. Brot kann Sie also sogar beim Abnehmen unterstützen.

Ein bisschen Schimmel macht nichts

Auch das ist falsch! Schimmel dringt kegelförmig in das Brot ein, auch wenn Sie ihn nur oberflächlich sehen. Schimmeliges Brot gehört daher als Ganzes in den Müll. Besonders schnell breitet sich Schimmel in geschnittenem Brot aus. Ganze Brote bleiben deutlich länger haltbar.

Um Schimmel zu vermeiden, sollte das Brot möglichst trocken in Behältnissen aus Steingut oder Keramik gelagert werden. Wird der Brotkasten regelmäßig gereinigt, am besten mit Essig, hat der Schimmel erst gar keine Chance. Im Sommer bei feucht-warmen Temperaturen ist es übrigens in Ordnung, Brot auch kurzfristig im Kühlschrank aufzubewahren. Hier verliert es zwar schneller die Form, doch hat der Schimmel dann weniger Chance.





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