Astrid Laimighofer

Ernährungswissenschafterin, Coach & Trainerin


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Warum Brot am Abend glücklich machen kann

Brotgenuss am Abend

In einem (noch immer) Brotland wie Österreich ist die abendliche Brotmahlzeit in vielen Haushalten üblich. Belegt mit Wurst, Käse, diversen Aufstrichen sowie Gemüse, steht schnell eine fertige Mahlzeit am Tisch. Die sog. "Low Carb-Bewegung" vertritt die Meinung, dass möglichst wenig Kohlenhydrate zu essen und am Abend überhaupt möglichst darauf zu verzichten, ideal sei. Doch:

Macht Brot am Abend tatsächlich dick?

Brot lässt – wie alle Kohlenhydrate – den Blutzuckerspiegel ansteigen und dies mehr oder weniger schnell, je nachdem, ob Sie lieber Weißbrot oder Vollkornbrot essen. Insulin wird dadurch freigesetzt und der Zucker gelangt vermehrt vom Blut in die Zellen. Da das Insulin zusätzlich den Fettabbau blockiert, gibt der Körper kein Fett her. Trotz alledem gibt es bislang noch keine wirklichen wissenschaftlichen Belege, dass langfristig die Gewichtsabnahme schneller oder besser funktioniert, wenn abends keine Kohlenhydrate gegessen werden. Damit das mit dem Abnehmen aber dauerhaft funktioniert, muss die gesamte Kalorien- und Kohlenhydrataufnahme über den ganzen Tag berücksichtigt werden. Wird tagsüber geschlemmt, nutzt auch der Verzicht auf Brot am Abend nichts, um unnötige Kilos los zu werden. Da lohnt es sich doch eher, auf Kohlenhydrate wie Süßigkeiten, Kuchen, Getränke, Joghurts und andere stark gesüßte Lebensmittel zu verzichten.

Brot – das Dopingmittel fürs Glück

Glück ist sicher von vielen Faktoren abhängig, aber auch Essen kann dazu beitragen, dass wir uns glücklicher fühlen. Schokolade als Glücksspender kennt jeder, aber wussten Sie, dass auch Brot ein Glücksbringer sein kann? 

  • Die Ballaststoffe im Brot bereichern die Darmflora. Tummeln sich in dieser ausreichend und vielfältige Bakterien, wirkt sich das auf Ihr Stressempfinden äußerst positiv aus und Stress kann Ihnen weniger anhaben.
  • Die Aminosäure Tryptophan ist Bestandteil von (Vollkorn)Weizen oder auch Haferflocken. Diese wird im Gehirn in den Glücksbotenstoff Serotonin umgewandelt. Je mehr Kohlenhydrate (aus dem Brot) gleichzeitig verfügbar sind, umso größer ist die Umwandlungsrate und umso glücklicher und zufriedener fühlen wir uns. Angenehmer Nebeneffekt – unser Denkvermögen steigt zusätzlich!
  • Untersuchungen zeigten, dass kohlenhydratreiche, aber eiweißarme Mahlzeiten uns langfristig glücklicher, fröhlicher und stressresistenter werden lassen. Das Stresshormon Cortisol sinkt nachweislich und die Aufnahme des Glücksbausteins Tryptophan klappt besser.
  • War der Tag einigermaßen stressig, verbraucht unser Körper mehr Magnesium. Auch dieser Mineralstoff ist in Getreideprodukten reichlich enthalten. Die Scheibe Brot am Abend hilft Ihnen, die Magnesiumdepots wieder aufzufülle​​n.
  • Die zahlreichen B-Vitamine in Brot und Getreide stählen unsere Nerv​​en. Zuwenig davon erzeugen Nervosität und Schlaflosigkeit – und wer will das schon.


Last but not least ist der reine Brotgenuss alleine schon ein glücklich machender Moment. Nehmen Sie ganz bewusst den ersten Bissen Brot am Abend mit allen Sinnen wahr und erkennen Sie die einzelnen Duft- und Geschmacksnuancen Ihres Lieblingsbrotes!














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